Tipps für den Alltag während der Wechseljahre

Hitzewallungen und Schweissausbrüche in Kombination mit Stimmungsschwankungen sind die Beschwerden, die bei Frauen in den Wechseljahren sehr im Vordergrund stehen. Eine gesunde Lebensweise, Entspannung, Bewegung und eine ausgewogene Ernährung können das Wohlbefinden während der Menopause steigern.

Hier einige Tipps für den Alltag, die Ihnen helfen können, leichter durch die Wechseljahre zu kommen:

Tipps für den Alltag während der Wechseljahre

Bewegung und Sport

Ab dem 50. Lebensjahr vermindert sich der tägliche Energieumsatz um etwa einen Viertel. Das liegt daran, dass die Muskelmasse jedes Jahr um etwa ein Prozent schwindet. Wer  in dieser Zeit die Ernährungsgewohnheiten nicht an diese natürliche Veränderung anpasst  oder für einen höheren Energieverbrauch durch Sport sorgt, riskiert eine Gewichtszunahme.

Bewegung tut der Figur und der Stimmung gut. Regelmässiger Ausdauersport wie Walking, Nordic Walking, Radfahren, Wandern und Schwimmen kann die Stoffwechsel- und Blutfettwerte verbessern und senkt das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen. Durch Aerobic- oder Gymnastikübungen kann der Knochenabbau aufgehalten, eventuell sogar die Knochenneubildung wieder in Gang gesetzt werden. Dies ist wichtig, da sich eine Osteoporose erst meist nach den Wechseljahren entwickelt.

Bewegung fördert das Wohlbefinden  - beachten Sie folgende zwei Faustregeln:

  • Regelmässig: Bewegen Sie sich täglich dreissig Minuten oder vier Mal wöchentlich 45 Minuten.
  • Es soll Spass machen: Machen Sie das, was Ihnen Spass macht. Wichtig ist, dass Sie sich wohl fühlen und es gerne machen.

Temperaturreize trainieren durch warm-kalt duschen

Wechselduschen oder Kneippsche Wasseranwendungen trainieren den Körper und können Sie gegen Hitzewallungen wappnen. Eine kalte Dusche löst einen Temperaturreiz aus, der besonders intensiv ist, wenn man das Wasser im Schwall über den Körper rinnen lässt. Solche Temperaturreize trainieren die Gefässe und können dadurch die Wärmeregulation verbessern, was Hitzewallungen vermeiden kann. 

Abwehrsystem stärken durch Saunagänge

Saunagänge trainieren den Körper auf plötzliche Temperaturwechsel. Durch diesen Wechsel der Temperaturen wird nicht nur der Kreislauf gestärkt, sondern das komplette Abwehrsystem. Dies kann sich unter anderem auch positiv auf die Hitzewallungen auswirken. Ein wöchentlicher Besuch von sechs bis zwölf Minuten ist völlig ausreichend.

Kleider: Ans Zwiebelprinzip halten

Eins ist sicher: Hitzewallungen kommen immer dann, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann. Tragen Sie daher Kleidung aus Naturfasern oder Funktionsbekleidung, die den Schweiss nach aussen transportieren kann. Beim Zwiebel-Look können Sie einzelne Kleidungsstücke an- oder wieder ausziehen. Denken Sie daran, für unterwegs Wechselkleidung, ein Handtuch und ein Deo mitzunehmen, damit Sie sich erfrischen können. Achten Sie darauf, dass die Nachtwäsche atmungsaktiv ist und die Bettwäsche nicht zu viel Wärme abgibt.

Gutes Schlafklima schaffen

Schaffen Sie ein gutes Schlafklima in einem abgedunkelten, frisch gelüfteten und ruhigen Raum. Versuchen Sie möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und stehen Sie am Morgen zur gleichen Zeit auf. Achten Sie darauf, dass Sie eine Stunde vor dem Schlafengehen zur Ruhe kommen indem Sie sich beispielsweise Zeit nehmen zum Lesen, Musikhören oder für ein Entspannungsbad.

Offen mit Hitzewallungen umgehen

Versuchen Sie nicht, Schweissausbrüche zu verstecken, denn der Stress, dass es keiner merken soll, kann die Adrenalinausschüttung anregen und die Hitzewallungen verstärken.

Stressfaktoren erkennen und versuchen, diese gezielt zu vermeiden

Finden Sie heraus, auf welche Situationen Sie gestresst reagieren. Wer seine Stressfaktoren kennt, kann versuchen, diese gezielt zu vermeiden. Einige mögliche Ratschläge:

  • Konzentrieren Sie sich auf eine Sache, Multitasking kann stressvoll sein.
  • Versuchen Sie einen strukturierten Tagesplan mit Prioritätenliste zu erstellen. Planen Sie zwischen den Terminen genügend Zeit ein und halten Sie sich auch ein Zeitfenster für Unvorhergesehenes offen. Denken Sie auch an sich und nehmen Sie sich Zeit für Entspannung und Freizeit.
  • Lärm kann ein möglicher Stressfaktor sein. Lassen Sie Radio und Fernseher nicht einfach so laufen.

Hautpflege: Eine durchfeuchtete Haut kann optisch glatter aussehen

You never get a second chance, to make the first impression (Sie bekommen nie eine zweite Chance, den ersten Eindruck zu machen). Damit Sie sich nach aussen hin so fit fühlen, beachten Sie, dass eine gut durchfeuchtete Haut optisch glatter aussieht. Regelmässiges Eincremen von Kopf bis Fuss mit einer feuchtigkeitsspendenden Pflegecreme kann ein wichtiger Punkt sein. 

Leichter durch die Wechseljahre – die Tipps:

  • Sport: Bewegung tut der Figur und der Stimmung gut
  • Entspannung - Auszeit von der Hektik des Alltages
  • Warm-kalt duschen: Temperaturreize trainieren die Gefässe und können dadurch die Wärmeregulation verbessern, was Hitzewallungen vermeiden kann.
  • Saunagänge trainieren den Körper auf plötzliche Temperaturwechsel
  • Kleider: Beim Zwiebel-Look können Sie einzelne Kleidungsstücke an- oder wieder ablegen.
  • Schlaf: Schaffen Sie ein gutes Schlafklima in einem abgedunkelten, frisch gelüfteten und ruhigen Raum
  • Offen mit Hitzewallungen umgehen: Versuchen Sie nicht, Schweissausbrüche zu verstecken
  • Stress vermeiden: Finden Sie heraus, auf welche Situationen Sie gestresst reagieren
  • Hautpflege: gut durchfeuchtete Haut sieht optisch glatter aus